Im Mai 2023 machten wir uns spontan mit dem Camper auf den Weg nach Italien – zwei Wochen voller Natur, Wellness, Outdoorabenteuer und Dolce Vita. Ohne feste Planung (außer einer Buchung in Meran) entdeckten wir Südtirol, den Gardasee, den Lago Maggiore – und zum Abschluss sogar den Bodensee. Unser Hund Josie blieb diesmal zuhause, denn sportliche Highlights wie Mountainbiken lassen sich schwer mit Vierbeinern kombinieren.
Die beste Reisezeit für Südtirol, Gardasee und Lago Maggiore
Im Mai ist das Wetter in den Alpenregionen noch wechselhaft, doch dafür reist man außerhalb der Hochsaison – ohne überfüllte Campingplätze, überlaufene Städte oder dicht gedrängte Wanderwege. Wer die Ruhe liebt und flexibel unterwegs ist, wird diese Zeit genießen. Für warmes Badewetter eignet sich jedoch der Juni bis September besser.
Zwischenstopp im Allgäu – Naturidylle auf dem Bauernhof
Unsere erste Etappe führte uns vom Ruhrgebiet ins traumhafte Allgäu. Mit grünen Hügeln, klaren Seen und dem Panorama der Alpen ist die Region ideal zum Wandern, Radfahren oder einfach Abschalten. Über Landvergnügen* fanden wir einen idyllischen Stellplatz auf einem Bauernhof – inklusive Hofladen, Frühstück in der Sonne und einer Kuschelrunde bei den Lämmern. Ein perfekter Start in den Roadtrip, ganz nach dem Motto: entspannt ankommen statt stundenlang durchfahren.
Südtirol mit dem Camper – Wellness & Mountainbike
Auf dem Weg nach Meran durchquerten wir Österreich und machten einen lohnenswerten Zwischenstopp in Innsbruck. Auch bei Regen ein Erlebnis – romantische Altstadt, ein deftiges Schnitzel und gemütlicher Stadtrundgang unter dem Regenschirm inklusive.
Bevor wir zum vorgebuchten Stellplatz in Meran fuhren, verbrachten noch wir eine Nacht auf einem einfachen, aber atemberaubenden Stellplatz nahe Vöran: der Parkplatz Knottnkino – ein Geheimtipp von Park4Night, betrieben vom Wirt des Eggerhof. Ohne Service, aber mit gigantischer Aussicht und Wildgehege direkt nebenan. Ideal für Naturliebhaber und Wanderfreunde. Bei Bedarf kann man im Eggerhof auch lecker essen.
Auf dem Weg zum Stellplatz in Meran haben wir bei der Bergbahn Meran2000 geparkt und sind eine ausgiebige Runde Mountainbike gefahren. Der Wohnmobilstellplatz, den wir vorgebucht hatten, war der Stellplatz am Designhotel Prinz Rudolf oberhalb von Meran. Hier übernachtet man auf einem sehr gepflegten und modernen Stellplatz mit einer tollen Aussicht auf die Weinberge. Es gibt eine gute Busanbindung und die Gegend eignet sich hervorragend für den Start von Wanderungen. Wer ein Fan von Glamping und Stellplätzen mit Wellnesseinrichtungen ist, kann den Zugang zum Dayspa buchen und sich in den Saunen oder dem Infinitypool mit Aussicht so richtig entspannen.
Meran verbindet alpinen Charme mit mediterranem Flair – Palmen, Berge, Weinberge und eine historische Altstadt in perfekter Harmonie. Die Südtiroler Küche verwöhnt mit regionalen Spezialitäten und edlen Weinen. Ob Wandern, Biken oder Entspannen – Outdoorfans kommen voll auf ihre Kosten. Meran ist der ideale Mix aus Natur, Genuss, Kultur und Aktivurlaub.
Lago di Molveno – Geheimtipp für Camping & Outdoor
Ein echter Geheimtipp war der Lago di Molveno in der Region Trentino. Auf Empfehlung eines Kollegen wollten wir eigentlich den Paganella Bikepark testen – dieser hatte jedoch leider noch geschlossen und öffnete erst ein paar Tage später. Dafür überraschte uns der eisklare Bergsee mit Ruhe, großartiger Aussicht und einem Campingplatz direkt am See. Auch ohne Bikepark war das Gelände ideal zum Mountainbike fahren und Wandern. Nach zwei Nächten mit Sonne, toller Aussicht und frischer Bergluft ging es nach einer eiskalten Abkühlung im See weiter Richtung Süden. Dieser Stopp hat uns wirklich begeistert und wir kommen definitiv wieder!
Stellplatzempfehlung: Camping Spiaggia Lago di Molveno – Ein Campingplatz, der definitiv durch seine Lage direkt am See besticht. Die Betreiber sind freundlich, die Sanitäranlagen sauber und Strom, sowie Wasser direkt am Platz verfügbar.
Gardasee mit dem Wohnmobil – Dolce Vita pur
Endlich: Camping am Gardasee! Wir hatten viel Zeit für diese Region eingeplant – zurecht! Der Gardasee ist ein Paradies für Camper: charmante Orte, leckeres Essen, Wassersport, Berge und mediterranes Flair.
Unser erster Stellplatz in Malcesine überzeugte uns leider nicht – zu eng, schlammig, wenig Charme. Wir wechselten spontan und fanden nördlich von Malcesine einen Platz unter Olivenbäumen – etwas abgelegen, aber ruhig.
Malcesine selbst begeistert mit seiner mittelalterlichen Altstadt, der Scaligerburg und Blick auf den Monte Baldo. Wir genossen Pizza, Gelato und einen schönen Spaziergang durch die Altstadt.
Weiter ging es nach Lazise, wo wir auf dem Campingplatz La Quercia unterkamen – eine große, aber gepflegte Anlage mit Pools, tollem Strandzugang und viel Komfort wie einen Wellness Bereich oder ein Fitness-Center. Perfekt für Camping in Lazise mit dem Wohnmobil. Ich kannte den Stellplatz noch aus Kindertagen, allerdings gab es damals dort noch nichtmal einen Pool. Wir haben uns gefreut einen freien Stellplatz ergattern zu können. Nach einer spontanen Vespa-Tour ließen wir den Tag mit lokalem Wein und gutem Essen ausklingen.
Unsere Tipps für Lazise:
- Pizzeria Pit Stop bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs Verhältnis und bietet absolut leckere Pizza & Pasta an – im Anschluss ein Gelato bei einem abendlichen Spaziergang durch die Altstadt von La Cremeria di Lazise
- Ein Abstecher in das kleine Örtchen Borghetto im Hinterland ist ein toller Ausflug und bietet eine ruhige, romantische Atmosphäre.
- Der Parco Termale del Garda lädt zum Entspannen ein, wenn das Wetter nicht immer mitspielt.
Das war nicht unser letzter Campingurlaub am Gardasee, wenn du weitere Tipps zu dieser Region lesen möchtest schau gerne hier: Campen in Italien: Traumhafte Camping-Erlebnisse am Gardasee
Camping am Lago Maggiore – Schweiz & Italien erleben
Vom Gardasee ging es weiter zum Lago Maggiore, genauer gesagt auf die Schweizer Seite des Sees. Der Lago Maggiore beeindruckt mit seiner malerischen Kulisse aus Bergen, glitzerndem Wasser und charmanten Uferorten. Auf dem Weg dorthin legten wir einen kurzen Zwischenstopp am Comer See in Como ein – zwar nett, aber insgesamt weniger charmant als erwartet. Für den nächsten Besuch steht Bellagio auf der Liste.
Am Lago Maggiore fanden wir einen Campingplatz direkt am See. Toller Blick, große Stellplätze, guter Komfort – aber leider extrem teuer und nicht wirklich sauber. Bei gutem Wetter kann man hier bestimmt eine gute Zeit verbringen, aber beim nächsten Mal würden wir wohl einen Campingplatz auf der italienischen Seite bevorzugen.
Die Stadt Ascona war ein schöner Ausflug – ebenso wie die günstige und leckere Pizza, die wir am Abend zum Abschied auf der italienischen Seite genossen haben.
Spontaner Abschluss am Bodensee – Camping direkt am Wasser
Weil das Wetter am Lago Maggiore nicht mitspielte, fuhren wir spontan an den Bodensee – ein echter Glücksgriff! Der See beeindruckt mit einer traumhaften Kulisse, klarem Wasser, charmanten Städten und einer Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten rund ums Wasser. Der Stellplatz direkt am Wasser war sauber, großzügig und bot Highlights wie Yachthafen-Flair, Express-Spülmaschine, gepflegte Sanitäranlagen sowie direkten Zugang zum See. Besonders praktisch: Der Campingplatz verfügte über ein gutes Restaurant und einen kleinen Kiosk für das Nötigste. Mit dem Fahrrad erkundeten wir die Umgebung – ein entspannter Abschluss für unseren Camping Roadtrip durch Italien.
Stellplatzempfehlung: Camping Schloss Helmsdorf – Ein toller Campingplatz mit allerlei Annehmlichkeiten wie oben beschrieben. Sehr nette Betreiber, wirklich sauber und ausreichend große Stellplätze.
Unsere 5 besten Tipps für spontane Wohnmobil-Roadtrips
✔ Flexibilität macht den Unterschied: Auch wenn du ein paar Highlights im Kopf hast – plane nicht alles im Voraus. So kannst du spontan auf Wetter oder Empfehlungen reagieren und echte Geheimtipps entdecken.
✔ Nebensaison nutzen: Im Mai ist es an vielen Orten angenehm leer, und man findet auch ohne Reservierung oft noch schöne Stellplätze – besonders hilfreich am Gardasee oder Lago di Molveno. Ein kleiner Hinweis dazu: Viele Restaurants und Aktivitäten öffnen erst später in der Saison – gerade in ruhigeren Regionen.
✔ Apps wie Park4Night und Landvergnügen* nutzen: Diese helfen dir, besondere Stellplätze zu finden – sei es ein Bauernhof im Allgäu oder ein versteckter Platz mit Aussicht in Südtirol.
✔ Mountainbike und Wanderschuhe einpacken: Ob in Meran, Molveno oder am Bodensee – viele Regionen laden zu aktiven Ausflügen direkt vom Stellplatz aus ein.
✔ Wellnesspausen einplanen: Nach langen Fahrten oder sportlichen Tagen ist ein Day Spa wie beim Stellplatz am Prinz Rudolf in Meran die perfekte Erholung für Körper und Seele.
Fazit – Camping in Italien: Natur, Genuss & Flexibilität
Zwei Wochen, vier Länder, unzählige Erlebnisse: Unsere Stopps im Allgäu, in Südtirol, am Gardasee, am Lago Maggiore und am Bodensee waren unglaublich vielseitig. Zwar spielte das Wetter nicht immer mit, doch wir fanden stets tolle Alternativen: Ob Wellness-Camping in Südtirol, Bike-Abenteuer an den Seen oder entspanntes Dolce Vita mit Pizza und Gelato – dieser Roadtrip hatte alles.
Ein Urlaub voller Natur, Kulinarik, Entspannung und Outdoorerlebnissen – und definitiv nicht unser letzter Campingurlaub in Italien!




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