Auf in den Süden – Mit dem Wohnmobil durch Slowenien und Kroatien

Im August 2024 starteten wir zu einem großen Abenteuer: einem Camping-Roadtrip durch Slowenien und Kroatien mit dem Wohnmobil. Zwei Wochen, keine festen Buchungen – nur ein Gutschein für unseren südlichsten Punkt, ein Campingplatz nahe Murter in Kroatien. Mit Mountainbikes und SUP an Bord wollten wir die schönsten Campingplätze, Naturhighlights und Strände entdecken. Unser Wohnmobil war perfekt vorbereitet – inklusive brandneuem MaxxFan, der uns in der Sommerhitze großartige Dienste leistete.

In diesem Reisebericht findest du unsere Route, Tipps zu den besten Stellplätzen, Campingplätzen am Meer, Highlights wie Soča Tal, Triglav Nationalpark, Bleder See und die kroatische Küste sowie persönliche Erfahrungen – perfekt für alle, die eine ähnliche Reise planen.

Beste Reisezeit für Camping in Slowenien und Kroatien

Die beste Reisezeit für einen Campingurlaub in Slowenien und Kroatien liegt zwischen Mai und September.

  • Sommermonate (Juli & August): Ideal für Badeurlaub, aber Campingplätze am Meer sind oft sehr voll.

  • Mai, Juni, September: Weniger Touristen, angenehme Temperaturen – perfekt zum Wandern, Radfahren und SUP fahren.

Zwischenstopp in Flachau – Berge, Badeseen und Nostalgie

Unsere erste Etappe führte uns nach Flachau in Österreich. Berge, Kindheitserinnerungen und die Vorfreude auf Slowenien machten den Halt perfekt. Leider gibt es in dieser Gegend nicht viele Wohnmobilstellplätze, aber wir haben einen schönen Platz beim Wirtshaus Jagdhof gefunden.

Wohnmobil-Stellplatz am Wirtshaus Jagdhof: Direkt am Bach, am Waldrand, idyllisch gelegen. Keine V/E, Strom nur an wenigen Plätzen, Toiletten während Restaurant-Öffnungszeiten. Sehr nette Betreiber.

Am Nachmittag kühlten wir uns in einem Badesee ab und am nächsten Morgen starteten wir mit einer Mountainbike-Tour, Kaiserschmarrn auf der Hütte und einem Besuch in der Lichtensteinklamm – ein toller Auftakt, bevor es weiter nach Slowenien ging.

Camping in Slowenien – Unser erstes Ziel: Planica

Spät abends erreichten wir Planica in Slowenien, direkt an der berühmten Skisprungschanze. Der Stellplatz bietet beeindruckende Bergblicke und verschiedene Bereiche: Unten geordnete Plätze mit Strom, Sanitär und V/E, oben autarke Stellflächen mit Panorama-Aussicht. Der Platz ist groß, preiswert und ideal für Ausflüge, Tickets gibt es jeweils für 24 Stunden.

Am nächsten Morgen genossen wir frische Brötchen mit Bergblick, bevor wir zu einer Radtour aufbrachen. Erstes Ziel war das wunderschöne Naturreservat Zelenci mit seinen türkisgrünen Quellen (am besten früh am Morgen besuchen). Danach fuhren wir weiter zum Lago di Fusine in Italien, einem idyllischen Bergsee umgeben von Wäldern wobei beide Orte sind echte Naturhighlights und lohnen sich sehr.

Bevor es weiter ins Soča Tal im Triglav Nationalpark ging, verbrachten wir noch eine ruhige Nacht auf dem Stellplatz in Planica und genossen die entspannte Bergatmosphäre.

Wohnmobil Stellplatz Empfehlung Plancia Slowenien: Im unteren Teil des Stellplatzes gibt es geordnete Stellplätze mit Strom und weiter oben (zu empfehlen) kann man autark stehen und hat eine wunderbare Aussicht auf die Berge. Für diesen Stellplatz sind 24h Tickets zu kaufen und es gibt V/E, sowie Strom und Sanitäranlagen. Er ist recht preiswert, sehr groß und gut gelegen für Ausflüge in die Umgebung. 

Über den Vršič-Pass ins Soča Tal – Ein Traum im Triglav Nationalpark

 

Auf dem Weg ins Soča Tal fuhren wir über den bekannten Vršič-Pass im Triglav Nationalpark. Die Fahrt war ein Erlebnis für sich, denn enge Serpentinen, grasende Schafe am Straßenrand und immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die slowenische Bergwelt sind ein echtes Abenteuer. Mit dem Wohnmobil erfordert die Strecke etwas Fahrgeschick, belohnt aber mit unvergesslichen Panoramen.

Zur Mittagszeit legten wir eine Pause am Parkplatz der Erjavčeva-Koch-Hütte ein. Dort genossen wir unsere selbstgemachte Pasta auf einer Holzbank mit Blick auf die Gipfel – ein Moment, der den Charme eines Wohnmobil-Roadtrips durch Slowenien perfekt widerspiegelt.

Unser Ziel war das Camping im Soča Tal. Der beliebte Kamp Triglav war leider bereits voll belegt, weshalb wir auf Camping Klin auswichen. Der Platz liegt idyllisch direkt am Fluss und eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Wanderungen entlang der Soča. Die Sanitäranlagen waren zwar eher einfach, dennoch konnten wir die Lage und die Nähe zum Wasser genießen – inklusive einer erfrischenden Abkühlung in den eiskalten Soča-Trögen.

Wandern im Soča Tal – Peričnik-Wasserfall und Soča-Tröge

 

Die Soča-Tröge mit ihrem türkisfarbenen Wasser waren ein absolutes Highlight. Eine Wanderung entlang des Flusses bot uns spektakuläre Eindrücke, erfrischende Badeplätze und Momente, die diesen Teil des Roadtrips unvergesslich machten.

Später überquerten wir erneut den Vršič-Pass, um den Peričnik-Wasserfall zu besuchen. Die Wanderung dorthin zählt zu den atemberaubendsten Touren, die wir je unternommen haben: anspruchsvoll, teilweise steil und nah am Abgrund, dafür mit einzigartigen Blicken auf gleich zwei imposante Wasserfälle. Besonders beeindruckend war, dass man hinter beiden Wasserfällen entlanggehen konnte – ein Naturerlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden.

💡 Komoot-Tipp: Unsere Rundwanderung zum Peričnik-Wasserfall findest du hier. Achtung: Auf dem Rückweg der Wanderung geht es teilweise nah am Abgrund entlang, weshalb wir sie nicht für Hunde oder Kinder empfehlen!

Bled – Camping am berühmtesten See Sloweniens

Nach den erlebnisreichen Tagen im Soča Tal und am Peričnik-Wasserfall freuten wir uns auf etwas Entspannung im charmanten Kurort Bled. Der Ort ist berühmt für seinen malerischen See mit der kleinen Insel und Kirche, die hoch aufragende Burg und das türkisfarbene Wasser – ein echtes Postkartenmotiv. Da Bled sehr beliebt ist, war es auch für uns nicht leicht, einen Stellplatz zu finden, doch schließlich entschieden wir uns für einen Platz etwas außerhalb, der zwar einfach ausgestattet war, dafür aber eine ruhige Lage und eine schöne Aussicht bot.

Wohnmobil Stellplatz Empfehlung in Bled: Ein toller Stellplatz am Ortseingang von Bled auf einem Berg gelegen. Schöne Aussicht in die umliegenden Wälder. Nette Betreiber, Brötchenservice falls gewünscht. Die Sanitäranlagen können wir nicht unebdingt empfehlen und haben unsere im Van genutzt. Mit dem Fahrrad sind nahegelegene Sehenswürdigkeiten gut zu erreichen, ansonsten mangelt es an Infrastruktur direkt am Campingplatz. 

Highlights in Bled:

  • Schwimmen & SUP im kristallklaren Bleder See

  • Spaziergang rund um den See mit tollen Fotospots

  • Fahrradausflug zur Vintgar-Klamm – beeindruckend, aber stark besucht. Daher empfehlen wir eher Wanderungen im Soča Tal, die mindestens genauso schön und ruhiger sind.

Ljubljana – Mit dem Wohnmobil in Sloweniens Hauptstadt

Von Bled aus fuhren wir weiter nach Ljubljana, die charmante Hauptstadt Sloweniens. Wir fanden einen einfachen, aber ruhigen Stellplatz nahe der Autobahn, von dem aus wir die Innenstadt in nur 15 Minuten mit dem Fahrrad erreichten.

Ljubljana überraschte uns mit einer wunderbaren Mischung aus moderner und historischer Architektur, lebendigen Märkten und gemütlichen Restaurants am Flussufer. Am Abend genossen wir ein romantisches Essen an der Promenade, während die Stadt stimmungsvoll beleuchtet war. Am nächsten Morgen stärkten wir uns mit einem köstlichen Frühstück im beliebten Le petit Café, bevor wir die Stadt noch einmal am Tag erkundeten.

💡 Tipp Stellplatz Ljubljana: Neuer, einfacher Stellplatz am Stadtrand, ohne V/E oder Sanitäranlagen, aber ruhig und perfekt angebunden. Innenstadt in 15 Minuten per Rad erreichbar.

 

Kroatien – Camping am Meer von Bunica bis Tisno

Von Ljubljana aus setzten wir unsere Reise zur kroatischen Küste fort. Einen Wohnmobilstellplatz direkt am Meer in der Hochsaison zu finden, erwies sich allerdings als echte Herausforderung. Viele Plätze waren überfüllt, doch schließlich entdeckten wir einen kleinen, terrassenförmig angelegten Stellplatz nahe Bunica. Zwar gab es kaum Schatten und auch die Infrastruktur war begrenzt, aber die Lage direkt am Wasser mit einer eigenen kleinen Bucht machte alles wett. Der Zugang zum Meer war perfekt für ein erfrischendes Bad und nach den aktiven Tagen in Slowenien genau das Richtige, um zur Ruhe zu kommen. Zwei entspannte Nächte an diesem Ort gaben uns neue Energie, bevor es weiterging.

Unser südlichstes Ziel war das Olivia Green Camping bei Tisno/Murter, wo wir noch einen Gutschein aus dem Vorjahr einlösten. Dieser luxuriöse Campingplatz zählt definitiv zu den schönsten, die wir bisher besucht haben. Er bietet Stellplätze mit Meerblick, einen Infinity-Pool, einen privaten Strand mit feinen Steinen, ein gutes Restaurant und sogar einen Bootssteg. Die moderne, nachhaltige Anlage hat uns sofort begeistert und war genau der richtige Ort, um nach den intensiven Erlebnissen in Slowenien ein paar Tage zu entspannen.

Während unseres Aufenthalts nutzten wir die Gelegenheit für eine Fahrradtour nach Murter und unternahmen einen Bootsausflug in die Kornaten-Inselgruppe – ein echtes Paradies für Motorboot-Fans und ein Highlight für alle, die die Küste Kroatiens vom Wasser aus erleben möchten.

💡 Stellplatz-Tipp Kroatien: Olivia Green Camping bei Tisno/Murter – nachhaltig, modern und mit traumhaftem Meerblick. Perfekt für alle, die Erholung mit Komfort verbinden möchten.

 

Rückweg über Maribor und den Traunsee

Auf dem Rückweg legten wir noch einen Zwischenstopp in Maribor ein, einer slowenischen Studentenstadt mit viel Charme. Unser Stellplatz war zwar einfach und glich eher einem Parkplatz, lag aber günstig nahe eines Freizeitsees und war ideal mit der Stadt durch super schöne Radwege verbunden.

Letzte Station unserer Reise: der malerische Traunsee in Österreich. Zwar fand während unseres Besuchs ein Kitesurf-Festival statt, wodurch Stellplätze knapp waren, dennoch genossen wir eine letzte SUP-Tour auf dem See, bevor es endgültig zurück nach Hause ging.

Tipps für Camper in Slowenien & Kroatien

✔ Stellplätze & Campingplätze in der Hochsaison frühzeitig buchen

✔ Wildcamping ist in beiden Ländern verboten

✔ In Slowenien: Vignette erforderlich – in Kroatien: streckenabhängige Maut

✔ Outdoor-Ausrüstung einpacken um die Umgebung gut erkunden zu können (SUP, Fahrräder, Wanderschuhe)

Fazit: Camping-Roadtrip Slowenien & Kroatien – Abenteuer & Entspannung

Unser Camping-Roadtrip durch Slowenien und Kroatien mit dem Wohnmobil war eine perfekte Mischung aus Aktivurlaub und Erholung. In Slowenien begeisterten uns besonders die wilden Berge im Triglav Nationalpark, die türkisfarbenen Flüsse im Soča Tal, die idyllische Stimmung am Bleder See und die lebendige Atmosphäre in Ljubljana. Diese Kombination aus abwechslungsreichen Wanderungen, spektakulären Pässen und charmanten Städten macht den Reiz eines Roadtrips aus.

In Kroatien erwarteten uns Sonne, Strände und vielfältige Campingplätze direkt am Meer. Der Unterschied zwischen dem kleinen, einfachen Stellplatz in Bunica und dem luxuriösen Olivia Green Camping bei Tisno zeigte eindrucksvoll, wie facettenreich Camping hier sein kann – von naturnah und schlicht bis exklusiv und komfortabel. Auch die Möglichkeit, mit dem Boot die Kornaten-Inselgruppe zu erkunden, war ein Highlight, das diesen Teil der Reise unvergesslich machte.

Zusammenfassend war dieser Roadtrip eine grandiose Mischung aus Naturerlebnissen, Outdoor-Abenteuern und entspannten Tagen am Meer. Wer eine abwechslungsreiche Reise mit Bergen, Seen, Küste und mediterranem Flair sucht, trifft hier die perfekte Wahl – und wird mit ebenso unvergesslichen Eindrücken nach Hause zurückkehren.

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